Reisfelder in Indonesien
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Welternährung: Unterstützung des BMELV durch die BLE
Beratung des BMELV, Mitarbeit in Gremien, Öffentlichkeitsarbeit und Informationsvermittlung
Derzeit leiden etwa eine Milliarde Menschen an Hunger und chronischer Unterernährung. Die Wirtschafts- und Finanzkrise, die Folgen des Klimawandels und der Rückgang der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen werden die Situation weiter verschärfen. Der Kampf gegen den Hunger hat höchste Priorität.
Um die weltweite Ernährungssituation nachhaltig zu verbessern, sind neben normativen, sozio-ökonomischen, organisatorischen und strukturellen Verbesserungen auch erhebliche Fortschritte in der Produktivität der Agrarwirtschaft erforderlich. Das gilt für alle Bereiche der Pflanzen- und Tierproduktion, von der Erhaltung und Nutzung von Ressourcen über die Züchtung und Versorgung der Nutzpflanzen und -tiere bis hin zur Vorbeugung von Seuchen und Krankheiten. Außerdem müssen die Rahmenbedingungen für die Lebensmittelmärkte und die Entwicklung der ländlichen Räume grundlegend verbessert werden. Konkret geht es um die Reduzierung von Nachernteverlusten, die Entwicklung leistungsfähiger Vermarktungs- und Logistikstrukturen in kleinbäuerlichen Regionen, der Aufbau standortangepasster Finanzierungsmodelle, Anpassungsmöglichkeiten an Ertrags- und Preisschwankungen sowie die Auflösung von Nutzungskonkurrenzen bei knapper Fläche.
Die BLE unterstützt das BMELV in seinen Anstrengungen zur Sicherung der Welternährung in unterschiedlicher Weise. Die Aufgaben des Referats "Internationale Zusammenarbeit und Welternährung" (Referat 323) umfassen dabei die Beratung des BMELV bei übergreifenden Fragestellungen, die über Zuständigkeiten einzelner bestehender Ansprechpartner hinausgehen. Ferner beinhalten sie die Mitarbeit in nationalen und internationalen Gremien, die Teilnahme an und Durchführung von Maßnahmen und Programmen zur Welternährung sowie die Öffentlichkeitsarbeit und Informationsvermittlung.
Hintergrund
Die Staatengemeinschaft verpflichtete sich im Jahr 2009 auf dem Welternährungsgipfel in Rom zur Sicherung der Welternährung. Die in der Erklärung vorgeschlagenen Maßnahmen tragen den Forderungen des Fortschrittsberichts 2008 zur Nachhaltigkeitsstrategie nach einer Neuausrichtung und Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit im Rahmen einer globalen Partnerschaft Rechnung. Sie knüpfen an die G8-Beschlüsse auf dem Gipfel von L’Aquila sowie des G20-Gipfels von Pittsburgh an. Das Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht und bei vielen Völkern anerkannt. Häufig gibt es jedoch noch institutionelle Defizite und einen Mangel an Ressourcen. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist für Deutschland ein zentraler Mittler und Partner bei der Bekämpfung von Hunger und Unterernährung weltweit.
