Navigation und Service

Logo der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Link zur Startseite)

Eiweißpflanzenstrategie

Die Geschäftsstelle Eiweißpflanzenstrategie ist bei der BLE angesiedelt und dort zuständig für die Koordination und Umsetzung der BMEL-Eiweißpflanzenstrategie in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Etablierung von modellhaften Demonstrationsnetzwerken, Wissenstransfer und Beratung des BMEL.

Leguminosen und ihre Ökosystemleistungen sind ein wichtiger Baustein für eine nachhaltigere Landwirtschaft. Diese Pflanzen sind in der Lage, in Symbiose mit den Knöllchenbakterien, den sogenannten Rhizobien, Luftstickstoff zu binden und hochwertiges Eiweiß in der Pflanze zu erzeugen. Dieses Eiweiß kann sowohl für die menschliche Ernährung als auch für Tierfutter verwendet werden.

Zudem reichern die Leguminosen Nährstoffe im Boden an und verbessern die Bodenfruchtbarkeit. Somit leisten diese Kulturen einen besonderen Beitrag für eine umweltgerechte und ressourcenschonende Landbewirtschaftung. Leguminosen, das Wissen um ihren Anbau sowie die Verarbeitungs- und Verwendungsmöglichkeiten sollen für die Landwirtschaft erhalten und weiterentwickelt werden.

Deshalb hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Eiweißpflanzenstrategie entwickelt und am 21. Dezember 2012 veröffentlicht. Im Koalitionsvertrag der jetzigen Bundesregierung wird die Eiweißpflanzenstrategie konkret benannt; mit Beschluss des Bundestages wurden bereits 2014 Fördergelder in Höhe von 17 Millionen Euro bis 2018 für die Finanzierung bereitgestellt. Im November 2015 wurde das Budget für 2016 um zwei Millionen Euro aufgestockt, so dass die Strategie nun mit 19 Millionen Euro ausgestattet ist.

Das Ziel der Strategie ist, den in den letzten zehn Jahren deutlich zurückgegangenen Leguminosenanbau in Deutschland zu fördern und die Anbaufläche auszudehnen. Dabei gilt es, Wettbewerbsnachteile heimischer Eiweißpflanzen zu vermindern, Forschungslücken zu schließen und erforderliche Maßnahmen zur Umsetzung in die Praxis durchzuführen. Es sollen sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach heimisch erzeugten Leguminosen gestärkt werden, dies gilt für den konventionellen und den ökologischen Anbau.

Konkrete Umsetzung der Eiweißpflanzenstrategie

Die BMEL-Strategie wird von der Geschäftsstelle Eiweißpflanzenstrategie in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung koordiniert und umgesetzt. Im Mittelpunkt von modellhaften Demonstrationsnetzwerken stehen der Wissenstransfer, die Intensivierung der Beratung und der Aufbau von Wertschöpfungsketten. Mit Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sollen Innovationen erzeugt und Impulse für einen ökonomisch erfolgreichen Anbau von Leguminosen und deren Verwertung gegeben werden. Zu den Aufgaben der Geschäftsstelle zählt auch die Abstimmung der Aktivitäten zwischen Bund und Bundesländer und die Beratung des BMEL.

Das modellhafte Demonstrationsnetzwerk für Soja arbeitet seit September 2013. Über 100 konventionelle und ökologische Betriebe haben sich deutschlandweit in dem Netzwerk zusammengefunden. Seit Beginn wurden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen für Landwirte, Berater und Unternehmen durchgeführt. Die Feldtage und Seminare fanden große Resonanz. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.sojafoerderring.de.

Das modellhafte Demonstrationsnetzwerk für Lupine läuft seit Oktober 2014. Hier wird ein bundesweites Netzwerk von circa 50 konventionellen und ökologischen Betrieben aufgebaut. Daneben sollen modellhafte Wertschöpfungsketten mit den beispielhaften Verwertungsmöglichkeiten bei Geflügel und Mastschweinen, in der Milcherzeugung, in der Saatguterzeugung sowie im Bereich der Humanernährung entwickelt und demonstriert werden. Weitere Informationen stehen unter www.lupinen-netzwerk.de zur Verfügung.

Das modellhafte Demonstrationsnetzwerk zu Erbse und Bohne ist im Frühjahr 2016 gestartet. Ziel dieses Netzwerks ist es, den Anbau und die Verarbeitung von Erbsen und Bohnen in Deutschland auszuweiten und zu verbessern. In das Netzwerk werden bundesweit rund 75 ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe eingebunden. Nähere Informationen sind unter www.demoneterbo.agrarpraxisforschung.de abrufbar.

Flankierend zu den modellhaften Demonstrationsnetzwerken werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auf den Weg gebracht. Die Forschungsvorhaben zu Soja und Lupine sind im Herbst 2014 sowie zu Vegetationsbeginn Anfang 2015 gestartet. Die Projekte fokussieren auf die züchterische Verbesserung der agronomischen Eigenschaften, die Pflanzengesundheit, die Verarbeitung zu Futtermitteln, die Optimierung des Anbaus und die verbesserte Jugendentwicklung sowie auf den Aufbau eines Dialogprozesses mit allen Akteuren der Wertschöpfungskette für Eiweißfuttermittel. In dieser Zusammenstellung finden Sie nähere Informationen zu den Projekten in kompakter Form.

Perspektiven für die Umsetzung der Eiweißpflanzenstrategie

Die begleitenden Forschungsvorhaben zu Erbsen und Bohnen werden sukzessive starten. Des Weiteren ist beabsichtigt, die Weiterentwicklung feinsamiger Leguminosen zu forcieren.

Information zu Forschungs- und Entwicklungsbeihilfen

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung informiert über beabsichtigte Forschungs- und Entwicklungsbeihilfen im Agrar- und Forstsektor.

Damit entspricht sie den Anforderungen gemäß Artikel 31 Buchstaben a bis e der Verordnung (EU) Nr. 702/2014 und für Fischerei und Aquakultur gemäß Artikel 30 Buchstaben a bis d der Verordnung (EU) Nr. 651/2014. Die Vorgabe aus Buchstabe a) wird mit der Tabelle in dem folgenden Dokument erfüllt. Angaben zu Buchstabe b) sind der in der 2. Spalte "Ziel des geförderten Vorhabens", zu Buchstabe c) in der 3. Spalte "voraussichtlicher Termin der Veröffentlichung der Ergebnisse" zu finden.

Übersicht über geförderte Vorhaben, die durchgeführt werden sollen

Die Ergebnisse der in der Tabelle aufgeführten Vorhaben können nach Abschluss des Vorhabens in der Suchmaske auf der Seite Forschungsförderung unter Angabe des Förderkennzeichens recherchiert werden. Damit werden die Anforderungen von Buchstabe d) erfüllt.

Die Ergebnisse stehen allen in dem betreffenden land- oder forstwirtschaftlichen beziehungsweise in dem betreffenden fischerei- oder aquakulturwirtschaftlichen Sektor oder Teilsektor tätigen Unternehmen unentgeltlich zur Verfügung. Damit werden die Anforderungen von Buchstabe e) erfüllt.

Zusatzinformationen

Kontakt: Referat 312

Weiterführende Informationen

Links

Mediathek

Archiv

Newsletter der Geschäftsstelle Eiweißpflanzenstrategie

Mit dem Newsletter informieren wir Sie über Bekanntmachungen, Termine und Neuigkeiten bei der Umsetzung der Eiweißpflanzenstrategie.

Newsletter abonnieren