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Mehr Leguminosen auf deutschen Äckern

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) möchte den Anbau heimischer Leguminosen aktiv fördern und Wettbewerbsnachteile verringern. Die BLE unterstützt das BMELV bei der Entwicklung und Umsetzung der Eiweißpflanzenstrategie.

Auf einer Veranstaltung am 14. Juni 2012 in Berlin wurden erste Eckpunkte einer Eiweißpflanzenstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums von Clemens Neumann, Abteilungsleiter im BMELV, vorgestellt. An der Veranstaltung nahmen etwa 110 Experten teil, die die Inhalte des Strategieentwurfs diskutierten.

Die BLE: Forschungsförderung und Sitz der Geschäftsstelle

Den Beitrag der BLE zur BMELV-Eiweißpflanzenstrategie erläuterte BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden. Die BLE stehe bereit, die Eiweißpflanzenstrategie über die Förderprogramme des BMELV zu unterstützen.

Redner am PultBLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden erläutert den Beitrag der BLE © BLE

Dazu gehören die Innovationsförderung, das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), die Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie EU-Programme wie die ERA-Nets.

Die in der BLE angesiedelte Geschäftsstelle Eiweißpflanzenstrategie könne die bestehenden Kompetenzen in der Forschungsförderung und -koordination bündeln und Synergien erzeugen.

BMELV-Eiweißpflanzenstrategie

Zentraler Baustein der Strategie ist laut Neumann eine verstärkte Forschung bei Leguminosen, die vor allem im Bereich der Züchtung deutlich intensiviert werden soll.

Darüber hinaus ist geplant, den Anbau und die Verwendung von Leguminosen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu fördern. Zudem sollen Modellregionen den Austausch zwischen Wissenschaftlern, Landwirten, Verarbeitern und Verbrauchern unterstützen. Die Strategie sieht auch vor, in der gemeinsamen Agrarpolitik der EU für eine Stärkung des Leguminosenanbaus einzutreten.

Neumann begründete die Notwendigkeit einer Eiweißpflanzenstrategie mit den großen Vorteilen der Kulturen. Leguminosen förderten die Bodenfruchtbarkeit, entlasteten durch die Stickstofffixierung Klima und Umwelt und böten die Möglichkeit, GVO-freie Eiweißfuttermittel und Lebensmittel zu erzeugen, die vom Verbraucher ausdrücklich gewünscht seien.