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Projektstart: Pflege-Roboter im Obst- und Weinbau

Seit Anfang Mai 2012 läuft ein Forschungsprojekt zur Entwicklung eines Plantagen-Pflege-Roboters, der besonders im Obst- und Weinbau eingesetzt werden soll. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert und von der BLE innerhalb des Programms zur Innovationsförderung betreut.

Das Ziel des Vorhabens ist es, einen autonomen, modular gestalteten und elektrisch angetriebenen Plantagen-Pflege-Roboter zu entwickeln, der mit einer zeitgemäßen Pflanzenschutztechnik und modernen Sensorsystemen zur Navigation ausgestattet ist. Der neue Roboter soll selbstständig Arbeiten bei der Pflege, der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln und der Ernte von Obst und Wein übernehmen.

Weniger Pflanzenschutzmittel, bessere Energienutzung

Der Einsatz von modernsten Sensorsystemen ermöglicht unter anderem eine verbesserte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln durch bedarfsgerechte Dosierung. Das neuartige System weist eine lückenlose Dokumentation auf, die eine qualitative und quantitative Rückverfolgung von ausgebrachten Spritzmitteln ermöglicht.

Im Weinbau kann außerdem die alternierende Berg- und Talfahrt genutzt werden, um eine Energierückgewinnung durch Energiespeicher zu erzielen.

Insgesamt sind Systeme mit intelligenter Technologie ein wichtiger Beitrag, um Verfahrensketten und Effizienz in landwirtschaftlichen Betrieben zu optimieren.

Projektbeteiligte

Gruppe von fünf Personen Bescheideübergabe für das Projekt des Plantagen-Pflege-RobotersBei der Bescheidübergabe (v.l.n.r.): Prof. Dr. Hans-Reiner Schultz, Bundestagsabgeordneter Erik Schweickhardt, Prof. Dr. Hans-Peter Schwarz, Parlamentarischer Staatssekretär Peter Bleser und Bundestagsabgeordneter Klaus-Peter Willsch © Hans Helmut Schmitt

Das Verbundvorhaben sieht eine interdisziplinäre Kooperation zwischen der Firma Raussendorf, der Karl E. Brinkmann GmbH, der Forschungsanstalt Geisenheim, der Hochschule Osnabrück und der Technischen Universität Dresden vor. Projektkoordinator ist Professor Thomas Herlitzius von der Fakultät Maschinenwesen an der Technischen Universität Dresden. Die Projektlaufzeit beträgt 36 Monate.

Die Zuwendungsbescheide für das Verbundvorhaben wurden am 6. Juni 2012 durch den Parlamentarischen Staatssekretär Peter Bleser vom BMELV bei der Forschungsanstalt Geisenheim in Geisenheim übergeben.