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Nationales Stützungsprogramm für den Weinsektor

Das nationale Stützungsprogramm (NSP) soll dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Weinbaus in den nächsten Jahren weiter zu verbessern. Das NSP ist ein Element der Weinmarktreform 2009, die vor der Zusammenführung aller Agrarmarktorganisationen in der einheitlichen gemeinsamen Marktorganisation für Agrarerzeugnisse (eGMO) erfolgte.

Die zweite Laufzeit des NSP umfasst die Jahre 2014 bis 2018. Zum 1. Januar 2014 ist die Reform der eGMO in Kraft getreten. Damit stehen den Mitgliedstaaten acht verschiedene Fördermaßnahmen zur Auswahl. Mit der Reform wurde die Absatzförderung um Informationsmaßnahmen auf dem Binnenmarkt erweitert. Das NSP für Deutschland gliedert sich in einen Bundes- und einen Länderteil.

Bundeseinheitlich und im Zuständigkeitsbereich der BLE ist die Zentrale Informations- und Absatzförderung in den Mitgliedsstaaten und auf Drittlandsmärkten. Die Europäische Union beteiligt sich finanziell im Rahmen der Stützungsmaßnahmen an diesen Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen bis zur Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

Förderfähige Maßnahmen

1) In Drittländern sind gemäß Artikel 45 Abs. 2 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 folgende Maßnahmen förderfähig:

(a) Öffentlichkeitsarbeit, Absatzförderungs- und Werbemaßnahmen, insbesondere um die hohen Standards der Unionserzeugnisse vor allem in Bezug auf Qualität, Lebensmittelsicherheit oder Ökologie hervorzuheben;

(b) Teilnahme an bedeutenden internationalen Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen;

(c) Informationskampagnen, insbesondere über die Unionssysteme für Ursprungsbezeichnungen, geografische Angaben und ökologische Erzeugung;

(d) Studien über neue Märkte zwecks Verbesserung der Absatzmöglichkeiten;

(e) Studien zur Bewertung der Ergebnisse der Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen.

Die Maßnahmen beziehen sich auf in der Bundesrepublik Deutschland erzeugte Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung oder geografischer Herkunftsangabe oder Weine mit Angabe der Keltertraubensorte und entsprechende Perl- und Schaumweine.

Ziel der Maßnahmen ist es, über die Besonderheiten und Vielfalt der Qualitätsweine aus den 13 deutschen Anbaugebieten zu informieren und deren Absatz auf Drittlandsmärkten zu fördern.

Hierzu gehört insbesondere die Erschließung neuer Märkte zunächst durch Studien über das Marktpotenzial und zur Produkteinführung.

2) In den Mitgliedsstaaten sind gemäß Artikel 5b Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 555/2008 Maßnahmen in Form von Informationskampagnen und durch die Teilnahme an Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen auf nationaler oder EU-Ebene förderfähig.

Ziel ist es, die Verbraucher über den verantwortungsvollen Weinkonsum sowie über die Unionssysteme für Ursprungsbezeichnungen und geografische Angaben zu informieren

Antragsfristen und Termine

Die Anträge sind jährlich in der Zeit vom 1. September bis zum 30. April des folgenden Kalenderjahres unter Verwendung des bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung erhältlichen Antragsformulars vollständig ausgefüllt bei der Bundesanstalt einzureichen.

Hinweis

Die EU-Fördermittel für Verbraucherinformationsmaßnahmen zum Weinbau in den Mitgliedstaaten sind mit einem Gesamtbetrag von 500.000 Euro bereits vergeben. Auch die EU-Fördermittel zur Absatzförderung deutscher Weine in Drittländern in Höhe von einer Million Euro sind ausgeschöpft. Informationen zur nächsten Förderkampagne gibt es ab Juli 2016.

Merkblätter und Anlagen

In den nachfolgenden Merkblättern mit Anlagen, welche zum Herunterladen bereit stehen, werden Erläuterungen zu den geltenden Durchführungsbestimmungen für die Verfahren gegeben.

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an das zuständige Referat 512 (siehe Kontakt oben rechts).

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